Professor Samuel Achilefu
Plenarsitzung 1 | Donnerstag, 10. September | 10:00-10:30 Uhr
Samuel Achilefu ist ein international führender biomedizinischer Wissenschaftler und einer der Pioniere moderner bildgebender Technologien für die Onkologie. Seit 2022 ist er Professor sowie Inaugural Chair des Department of Biomedical Engineering an der University of Texas Southwestern Medical Center (UTSW) und trägt dort zugleich den Lyda Hill Distinguished University Chair. Neben seiner Rolle in der Biomedizintechnik ist er Professor für Radiologie und Mitglied des Simmons Comprehensive Cancer Center.
Seine akademische Laufbahn begann mit einem exzellent abgeschlossenen Promotionsstudium an der Universität Lorraine, gefolgt von einem Postdoc an der Universität Oxford. Danach prägte er über zwei Jahrzehnte die Washington University School of Medicine in St. Louis, wo er u. a. als Michel M. Ter‑Pogossian Professor of Radiology, Professor für Biomedical Engineering und Gründer sowie Leiter des Optical Radiology Laboratory tätig war. Er übernahm zahlreiche Führungsrollen innerhalb großer Forschungsprogramme, darunter das Center for Multiple Myeloma Nanotherapy und das Molecular Imaging Center.
Prof. Achilefu gilt als einer der einflussreichsten Innovatoren im Bereich biomedizinischer Optik, Bildgebung und Theranostik. Seine Forschung führte zu wegweisenden Entwicklungen, darunter neuartige fluoreszenzbasierte Technologien und bildgesteuerte Therapiekonzepte, die translational breite Anwendung finden. Für seine Arbeiten erhielt er prestigeträchtige nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Britton Chance Award in Biomedical Optics (2019), den IEEE Donald G. Fink Award (2016), den Distinguished Investigator Award der ARBIIR (2018), den CAS Registry Innovator Award (2020) sowie hochrangige wissenschaftliche Ehrungen wie seine Wahl in die National Academy of Medicine (2021) und in die National Academy of Engineering (2025).
Darüber hinaus ist er Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Boards und Beratungsgremien, etwa des National Institutes of Health, der National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine sowie der International Society for Optical Engineers (SPIE), deren Board of Directors er seit 2024 angehört. Mit seinen internationalen Aktivitäten, seiner interdisziplinären Forschung und seiner Innovationskraft zählt Prof. Achilefu heute zu den prägenden Persönlichkeiten der modernen biomedizinischen Technik und Krebsforschung.
Professor James Larkin
Plenarsitzung 2 | Freitag, 11. September | 15:00-15:30 Uhr
Professor James Larkin gehört weltweit zu den prägenden klinischen Stimmen der modernen Onkologie, insbesondere im Bereich immunonkologischer Therapien und der Behandlung fortgeschrittener Melanome und Nierenkarzinome. Seit 2008 wirkt er als Consultant Medical Oncologist am Royal Marsden NHS Foundation Trust in London, einem der weltweit renommiertesten Zentren für Krebsmedizin. Seine akademische Laufbahn begann mit einem BA in Cambridge und einem Abschluss in Medizin in Oxford, gefolgt von der Mitgliedschaft und später der Fellowship des Royal College of Physicians. 2005 promovierte er am Institute of Cancer Research (ICR) über hyperakute Rejektionsmechanismen als therapeutischen Ansatz und wurde 2018 zum Professor und Lehrstuhlinhaber für Krebsmedizin am ICR berufen.
James Larkin ist NIHR Senior Investigator und Fellow der Academy of Medical Sciences. Seine Arbeit prägt seit vielen Jahren den globalen Fortschritt in der Immuntherapie, insbesondere durch wegweisende Studien zu Nivolumab und Ipilimumab, die neue Standards in der Behandlung des metastasierten Melanoms gesetzt haben. Seine Publikationsbilanz umfasst zahlreiche Beiträge in New England Journal of Medicine, Lancet Oncology und Nature Genetics, mit über 130.000 Zitierungen. Zu seinen meistzitierten Arbeiten gehören multiregionale Tumorsequenzierungen, die das Verständnis intratumoraler Heterogenität nachhaltig verändert haben, sowie die klinische Entwicklung kombinierter Immuncheckpoint‑Blockaden.
Neben seiner klinischen Tätigkeit hält Professor Larkin internationale Vorträge, darunter die Stevens Lecture der Royal Society of Medicine, und gilt als einer der einflussreichsten Stimmen in der modernen Onkologie, deren Forschung direkt zur Verbesserung der Überlebensraten zahlreicher Patientinnen und Patienten beigetragen hat.
Professor Caroline Robert

Plenarsitzung 2 | Freitag, 12. September | 15:30-16:00 Uhr
Caroline Robert schloss ihre medizinische Ausbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität Paris V in Frankreich ab und absolvierte ein Forschungsstipendium am Brigham & Women’s Hospital in Boston, Massachusetts, USA, im Bereich Krebsimmunologie und Immuntherapie. Derzeit ist sie Leiterin der Dermatologie am Gustave Roussy Cancer Campus und Direktorin der Melanom-Forschungsabteilung am INSERM 981 der Universität Paris-Saclay. Sie ist ordentliche Professorin für Dermatologie und verantwortlich für die Lehre der Dermatologie und Dermato-Onkologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Paris-Saclay. Ihre Hauptinteressen sind die klinische und translationale Forschung zu Melanomen und Nicht-Melanom-Hautkrebsarten unter Einbeziehung von Immuntherapie und gezielter Therapie. Sie ist nationale und internationale Koordinatorin zahlreicher klinischer Studien der Phasen I bis III für Patienten mit Melanomen und anderen Hautkrebsarten. Ihre Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Beteiligung der Kontrolle der mRNA-Translation an der Resistenz gegen Krebstherapien. Die Ziele sind die Identifizierung neuer prädiktiver Biomarker sowie die Entwicklung neuer Therapien zur Verzögerung der Therapieresistenz. Caroline Robert ist Autorin von mehr als 500 Artikeln in begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Mitglied der Redaktion von Cell und New England Journal of Medicine Evidence.
Sie ist ehemalige Präsidentin der Melanomgruppe der EORTC und Vorstandsmitglied mehrerer europäischer und US-amerikanischer Kooperationsgruppen: EADO, ESMO, EADV, ASCO und AACR.
Ebenfalls erhielt Sie mehrere Auszeichnungen und Preise, darunter den Estela-Medrano-Preis der Society for Melanoma Research im Jahr 2018 und den ESMO Woman Award im Jahr 2020. Im Jahr 2019 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der französischen Nationalakademie für Medizin gewählt. Im Jahr 2014 wurde sie zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt, 2021 zum Offizier des französischen Nationalen Verdienstordens und 2024 erhielt sie den Line-Renaud-Preis der Medizinischen Forschungsstiftung und den Turpin-Preis der Akademie der Wissenschaften.